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Seit einigen Jahren wird eine Spezialform der Akupunktur, die so genannte Goldakupunktur, auch in Deutschland verbreiteter. Man unterscheidet im Grundsatz die Goldimplantation und die Goldakupunktur, wobei bei der Goldimplantation Golddrahtstücke in die Nähe eines erkrankten Gelenkes mittels Hohlnadel verbracht werden. Bei der Goldakupunktur werden die Golddrahtstücke an definierte Akupunkturpunkte verbracht. Die Hunde (aber auch Katzen, Pferde u. a.) benötigen dazu lediglich eine leichte Narkose. Die Goldakupunktur hilft zur Schmerzlinderung bei Arthrosen unterschiedlichster Gelenke, aber auch zur Behandlung der Inkontinenz, der Hinterhandlähmung oder beim Cauda-Eqina-Syndrom (Kontrollverlust der Hinterextremität, meist im Alter, und im schweren Fall auch der Funktion über Blase und After). Das Gold hat den Vorteil, dass es als Edelmetall Entzündungsprodukte im Bereich der Gelenke an sich bindet. Im Akupunkturpunkt bewirkt es einen Dauerreiz.
Vor der Behandlung mittels Goldakupunktur sollte die Verträglichkeit bezüglich des zu verwendendes Goldes überprüft werden (sonst muss desensibilisiert werden). Es gibt Tierärzte mit Akupunkturausbildung (Zusatzbezeichnung, zu erfahren über die Tierärztekammern), die genaue Kenntnisse in der Akupunktur besitzen. Sollte der Tierarzt die Akupunkturpunkte auch noch (z.B. kinesiologisch) abtesten können, umso besser erscheint nach meiner Erfahrung der spätere Erfolg, denn nicht nur die Akupunkturpunkte in Gelenknähe bringen den therapeutischen Effekt, ebenfalls wichtig sind die Akupunkturpunkte zur Muskel- und Sehnenstärkung und Fernpunkte mit schmerzlindernder Wirkung. Durch die Goldakupunktur kann in den meisten Fällen auf eine Dauermedikamentation mit Schmerzmitteln verzichtet werden. Die Tiere bauen wieder Muskulatur auf und zeigen Freude an der Bewegung.
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